Strom wird im Großhandel auf zwei Arten gehandelt. Am Terminmarkt für spätere Lieferzeiträume wie das nächste Kalenderjahr und am Spotmarkt für die kurzfristige Lieferung.
Day-Ahead-Markt
Am Day-Ahead-Markt werden in einer täglichen Auktion die Strommengen für den Folgetag gehandelt. Das Ergebnis sind Preise für die einzelnen Zeitabschnitte des nächsten Tages. Dieser Preis ist gemeint, wenn vom Börsenstrompreis die Rede ist.
Intraday-Markt
Am Intraday-Markt wird bis kurz vor der Lieferung gehandelt. Hier gleichen Marktteilnehmer Abweichungen aus, etwa wenn mehr oder weniger Wind weht als vorhergesagt.
Wie der Preis entsteht
Angebot und Nachfrage treffen in jeder Auktion aufeinander. Kraftwerke werden nach ihren Kosten gereiht, das teuerste noch benötigte Kraftwerk bestimmt den Preis. Viel Wind- und Sonnenstrom drückt den Preis, in sonnigen Mittagsstunden wird er gelegentlich sogar negativ. In Zeiten knapper Erzeugung steigt er.
Was das für Ihren Vertrag bedeutet
Verträge mit Spotbezug geben diese Schwankungen weiter. Für Haushalte mit intelligentem Messsystem gibt es dynamische Tarife, für Unternehmen Verträge, deren Preis sich an Monats- oder Stundenwerten der Börse orientiert. Ob das zu Ihnen passt, erklärt der Beitrag Strom zum Festpreis oder zum Spotpreis.
Dieser Beitrag gibt einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine individuelle Beratung.